Am 03. Februar hielten wir unseren Stammtisch zur Abwechslung mal im Lokal Alte Remise Boulodrom in Mertloch ab. Der erfreulich große
Zuspruch ermöglichte die Aufstellung von immerhin sechs Mannschaften. Viele Spieler betraten auf der Bahn zwar Neuland, was dem
Spaß aber keinen Abbruch tat. So flogen die kleinen Zielkugeln aus Holz, eben die Schweinchen (frz. Cochonnet), in den Sand, eine
Boule als Vorlage möglichst nahe daran, und den Rest des Spiels musste nun jeder versuchen (!) seine Boules noch näher an dem
Cochonnet zu platzieren.
Das war leichter gesagt, als getan, aber Guinness, Wein und Übung verhalfen auch den Anfängern zu
ordentlichen Erfolgserlebnissen. Es war nach einhelliger Meinung ein rundum gelungener Abend in der urgemütlichen Remise und wird
für uns Stammtischler auch sicher nicht der letzte gewesen sein.
Gern hätten wir berichtet, dass wir bei schönstem Wetter wieder Scharen von Frankreichfreunden an unserem Stand begrüßen durften. Leider hatte Petrus erst kurz vor Markt-Ende ein Einsehen und schickte ein paar Sonnenstrahlen. Kein Wunder also, dass am Samstag eher der wärmer temperierte Rotwein gefragt war. Deshalb gilt für nächstes Jahr: Wir schauen vor dem Markt-Wochenende genauestens auf die Wetterkarte und dann gibt es im Zweifelsfalle Glühwein!
Am Abend des 03. Juni trafen wir uns wieder einmal zu unserem gut besuchten Stammtisch im Vereinslokal Restaurant Zum alten Bahnhof. Hierbei wurden auch die Gewinner des Preisausschreibens vom Polcher Frühjahrsmarkt gezogen.
Die Fête de la Musique rief und 33 Polcher(innen) kamen. Schon fast traditionell fuhren wir zu dem in ganz Frankreich stattfindenden Festival. Am Freitag, Punkt 8 Uhr, ging es los gen Vineuil,
von der Firma Halfen sicher kutschiert und überdies behütet von unserem rasenden Reiseleiter Willi Wagner. War es in Polch noch ein wenig trübe, so merkten wir rasch, dass
wir in das schöne Wetter hinein fuhren.
Mit deutscher Pünktlichkeit kamen wir um 18 Uhr in Vineuil am Rathaus an, wo wir mit großem Hallo und viel Herzlichkeit von unseren Gasteltern empfangen wurden. Die abendliche
Bewirtung, zu der sich meist mehrere Gastfamilien zusammenschlossen, ließ keinerlei Wünsche offen, keinen Fitzel des Magens ungefüllt und schon gar keine Kehle trocken. Zum
Glück schwinden die sprachlichen Barrieren nicht nur mit jedem Besuch, da in beiden Partnerstädten die jeweils andere Sprache geübt wird, sondern erfahrungsgemäß auch
mit jedem Gläschen Wein ein bisschen mehr.
Am nächste Morgen fuhren wir ins wunderschöne mittelalterliche Städtchen Blois, das (nein, von Steinwurf wollen wir an dieser Stelle wirklich nicht sprechen) nur einen Kilometer
von Vineuil auf der anderen Loire-Seite liegt. Fachwerkhäuser, das Schloss Ludwig XII., die Lage unmittelbar an einem der schönsten Flüsse Europas, der Samstagsmarkt und nicht
zuletzt die vielen niedlichen kleinen Geschäfte, wo es für Euros alles zu kaufen gibt, was die französische Lebensart ausmacht, ließen so manches Herz höher
schlagen.
Das angekündigte "leichte" Mittagessen mit allen Familien und Gästen dauerte seine obligatorischen drei Stunden. Die brauchten wir aber auch, um all’ die köstlichen Schmankerln
ihrer Bestimmung zuführen und entsprechend würdigen zu können. Dies alles in einem mit viel Liebe, Geschick und Mühe maritim geschmückten Saal von Vineuil-Les Noel.
Der anschließende Besuch des Schlosses von Blois bot einen weiteren Einblick in die große Geschichte Frankreichs.
Das abendliche Chorkonzert des Choral Escapade von Vineuil wurde mit viel Applaus bedacht, besonders ein eigens in deutsch einstudierte Stück aus Mozarts "Zauberflöte".
Improvisiert, aber durchaus gelungen, war auch die Zugabe, in der wir alle gemeinsam Lieder auf deutsch und auf französisch intonierten. Nicht der einzige Gänsehaut-Moment an diesem
Wochenende!
Spontan lud denn auch ein Chormitglied alle stimmlichen Mitstreiter zu einer anschließenden Bottleparty zu sich ein. In dem großen Garten mit Pool tummelten sich kurze Zeit
später rund 60 Leutchen und bei Akkordeonmusik und Gesang wurde geschunkelt und gelacht. Dass der Pool bei solcher Stimmung nicht ungenutzt bleiben würde, war klar und so landeten
der eine oder andere Franzose, gutgelaunt und in voller Montur sowie ein nacktes Handy alsbald im erfrischend kühlen Nass!
Zur Abrundung dieses tollen langen Tages fuhren wir von unserer privaten Fête de la Musique zur offiziellen nach Blois. Die Polcher, die schon am frühen Abend in die Nachbarstadt gestartet
waren, konnten ein wunderbares Konzert in der dortigen Kathedrale mit den Chören aus den Partnerstädten von Blois erlebten. Darüber hinaus wurde bei dem Fest in den Straßen
und auf den Plätzen der Altstadt Musik von Ethno-Pop über Techno zu Jazz und Rock geboten. Klasse!
Nach einer sehr kurzen Nacht hieß es dann am nächsten Morgen leider schon wieder Abschied nehmen von unseren Freunden und einem ereignisreichen und wunderschönen Wochenende.
[Katja Theisen]
Die Vereinstafel ist an diesem Tage im Rahmen eines feierlichen Aktes, in Anwesenheit der Vorstandsmitgliedern und der örtlichen Presse, am Vereinslokal Restaurant Zum alten Bahnhof
angebracht worden.
Das Echo ist durchweg sehr positiv. Francine Vika (Leiterin) hat die gute Zusammenarbeit zwischen den deutschen und französischen Teilnehmern hervorgehoben. Während des
vielseitigen Nachmittagsprogramms konnte man sich noch näher kommen. Die Gastgeber haben sich auch enorm ins Zeug gelegt, um diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.
Am Freitag, dem 05. September, konnte der Freundeskreis eine kleine Delegation von Vinoliens am Marktplatz willkommen heißen. Mit
einem Gläschen Sekt wurden die Gäste vom Stadtbürgermeister Toni Reiter im neuen Trakt des Rathauses begrüßt. Die Führung durch
die neuen oder renovierten Räumlichkeiten wurde mit viel Interesse aufgenommen. So kommt es auch, dass die Bibliothek sich
demnächst über einige französische Kinderbücher freuen kann.
Der Samstag Morgen stand für die Gäste und Gastgeber zur freien Verfügung und wurde z. B. genutzt, um die Festung Ehrenbreitstein
zu besuchen. Zur Mittagszeit fanden sich alle, verstärkt durch weitere Freundeskreisler, im herbstlich geschmückten Foyer der
Maifeldhalle ein. Dort wurden dann in fröhlicher Runde alle gestifteten Gerichte für das wunderbar vielfältige und leckere Buffet
verputzt. Per Bus ging es danach Richtung Cochem, wo eine Besichtigung der Reichsburg auf dem Programm stand. Da der gebuchte
französischsprachige Burgführer durch Abwesenheit glänzte, übersetzte kurzerhand jemand aus unseren Reihen die interessanten
Erklärungen der Burgführerin. Dies ergab nicht nur sehr aufschlussreiche vergleichende Betrachtungen zur Geschichte der Gäste,
sondern prägte auch das neo-französische Wort für Geheimtür: "Tür secret".
Anschließend an einen Rundgang durch die Stadt Cochem ging es weiter nach Klotten zum Wein- und Hoffest. Die Vinoliens waren von
der Atmosphäre richtig angetan und so verbrachte die Gruppe dort einen sehr lustigen und stimmungsvollen Abend.
Sonntag morgen
fuhren die Gäste, nach einem viel zu kurzen Wochenende wieder gen Heimat, aber nicht ohne das Versprechen bald wiederzukommen. Den
krönenden Abschluss der ereignisreichen Tage verbrachten dann noch einige des Freundeskreises bei einem hervorragenden und gut
besuchten französischen Brunch im Restaurant "Alter Bahnhof", wo Chefkoch Günther Löffel von Edelfisch-Variationen bis zu Karamellpudding
alles zubereitet hatte, was das Herz begehrte. [Katja Theisen]
Öfter mal was Neues! Und so hieß es am frühen Abend des 10. September für rund ein dutzend Teilnehmerinnen des französischen Kochkurses: Ran an die Pötte!! Schnell waren die Rezepte und Zutaten verteilt, die „Mann“schaften gebildet, und es wurde kräftig geknetet, gehackt, filetiert, passiert, pürriert, dekoriert und gebrutzelt. Am Ende ließen sich alle das Menue schmecken und waren mit dem Ergebnis hoch zufrieden. Aus gesicherter Quelle war inzwischen zu erfahren, dass am Wochenende bereits das eine oder andere Rezept nachgekocht oder – gebacken wurde, bis hin zum ganzen Menue, das sogar ein großes Lob einer Schwiegermutter eingebracht haben soll...
Thomas Reck, Josef Gattinger, David Speicher, Jörg Dannat und Margit Wirz haben den Freundeskreis bei den Vereinsmeisterschaften im Schießen vertreten. Die Steigerung von 66 auf 98 Ringe war deutlich zu erkennen, reichte aber leider nicht um die zweite Runde zu überstehen.
Marlene Prieß, Josef Gattinger, Katja Theisen und Josef Speicher haben den Freundeskreis bei den Vereinsmeisterschaften im Kegeln (gemischte Mannschaften) vertreten. Unsere Mannschaft belegte den 1. Platz.
Es geht doch nichts über Tradition: Wie üblich ging es am Samstag in der Früh mit dem Gerangel um einen Stellplatz los. Unser Nümmerchen war rechtzeitig beantragt, genehmigt und sogar im Plan verzeichnet. Durch das mittlerweile Usus gewordene Geschiebe, Gedrücke und Dazwischenge-quetsche von Buden und Ständen am Markttag selbst, befand sich unser Platz dann leider irgendwo unter einem „Haufen Strümpfe“. Flexibel wie wir sind, passten wir uns den Gepflogenheiten an und zwängten uns neben die ungefähr 12 laufenden Meter Fußkleider. Nach mittlerweile 6 Marktauftritten hätte nun der Standaufbau sicher und zügig erfolgen können –Übung macht den Meister-, hätten wir einen vollständigen Pavillon gehabt. Hatten wir nicht. Der schnell besorgte Ersatz entpuppte sich dann als gänzlich neues Stecksystem. In bester Slapstick-Manier kämpften wir aber so lange mit dem Gestänge bis endlich der Stand stand. Wie Sie sehen, haben wir tatsächlich keine Mühen gescheut, um pünktlich für Sie da zu sein mit neuesten Informationen zu den 2004er Projekten und um Sie bei herrlich milden Temperaturen mit Glühwein zu beglücken. Und nicht nur diesem, sondern auch dem Preisrätsel wurde wieder reichlich Aufmerksamkeit gewidmet.
Der Stammtisch rief und viele, viele kamen. Am war abends das Jahresabschlussessen im Vereinslokal Zum alten Bahnhof angesagt. Tisch um Tisch musste an die reservierte ohnehin schon lange
Tafel angestellt werden, bis alle Platz gefunden hatten. Als Glücksfee für die Auslosung der Gewinner des Katharinenmarkt-Quiz durfte diesmal Frau Kürschner fungieren.